Ratgeber

WordPress oder Baukasten?

Kurz gesagt: ein Baukasten ist günstig, solange nichts Besonderes gebraucht wird, und teuer, sobald der Betrieb wächst. WordPress ist aufwendiger im Aufbau und dafür frei in allem, was danach kommt.

5,0 Sterne bei GoogleAntwort innerhalb von 24 Stunden

BaukastenMieten: günstig im Einstieg
WordPressBesitzen: frei in allem danach
1.200 EuroKostet ein Tarif mit 20 Euro in 5 Jahren
GoogleHier verlieren Baukästen am meisten
Die eigentliche Frage

Mieten oder besitzen?

Die Frage lautet selten WordPress oder Wix. Ein Baukasten ist ein Mietverhältnis: du zahlst monatlich, und was du bekommst, bestimmt der Anbieter. WordPress ist Eigentum: du zahlst für Platz auf einem Server, alles andere gehört dir. Beides kann richtig sein, falsch wird es nur, wenn du das eine wählst und das andere erwartest.

Baukasten

  • Fester Monatsbeitrag, solange die Seite lebt
  • Umzug zu einem anderen Anbieter meist unmöglich
  • Design und Wachstum nur im Rahmen der Vorlagen

WordPress

  • Hosting ab wenigen Euro im Monat, die Seite gehört dir
  • Jederzeit umziehbar, alles exportierbar
  • Wächst mit, von der einzelnen Seite bis zum Shop
Anbieter

Die 4 Anbieter, nach denen am häufigsten gefragt wird

Wix

Sehr viele Vorlagen, bequem zu bedienen. Ein Wechsel ist praktisch nicht möglich, Inhalte lassen sich nicht sinnvoll mitnehmen.

Jimdo

Deutscher Anbieter, einfach und schlank. Für eine kleine Visitenkartenseite in Ordnung, bei eigenen Ideen zu Aufbau oder SEO schnell an Grenzen.

Ionos MyWebsite

Oft im Hostingpaket gebündelt und scheinbar günstig. Die Seite existiert nur innerhalb des Tarifs.

WordPress

Läuft auf jedem normalen Hosting, jederzeit umziehbar. Braucht am Anfang jemanden, der weiß, was er tut, und danach Updates.

Sichtbarkeit

Wo Baukästen bei Google verlieren

Langsam auf dem Handy

Viel Code für Funktionen, die deine Seite nie nutzt. Auf dem Handy merkt man das deutlich.

Wenig Kontrolle

Titel, Beschreibungen und Adressen lassen sich oft nur eingeschränkt selbst setzen.

Mühsames Wachstum

Eine eigene Seite pro Leistung oder Ort: genau das wird im Baukasten schnell umständlich.

Rechenbeispiel

Was du nach 5 Jahren in der Hand hast

Ein Baukastentarif mit 20 Euro im Monat kostet in 5 Jahren 1.200 Euro, und am Ende gehört dir nichts. Bei WordPress zahlst du den Bau einmalig, danach das Hosting, das für eine normale Firmenseite deutlich darunter liegt.

Wichtig

Das ist kein Argument gegen Baukästen an sich. Es ist ein Argument dagegen, einen Baukasten für etwas zu benutzen, das Geld verdienen soll.

Was im Kleingedruckten steht

Eigene Domain erst später

Oft erst im höheren Tarif enthalten, im günstigsten dazu Werbung des Anbieters.

Extras kosten extra

Formulare oder Terminbuchung werden gern als Aufpreis verkauft.

Kündigen heißt weg

Bei Kündigung ist die Seite nicht offline, sondern gelöscht.

Einordnung

Wann welcher Weg richtig ist

Baukasten passt

Für einen Verein, ein Nebenprojekt oder eine Seite, die nur sagt, dass es dich gibt, und die du in 2 Abenden selbst zusammenklickst.

WordPress passt

Sobald die Seite Aufträge bringen soll. Dann entscheiden Geschwindigkeit, Struktur und Auffindbarkeit.

Und der WordPress Baukasten?

Das Werkzeug ist selten das Problem, eher die Menge: 3 Erweiterungspakete, 14 Plugins, 450 nachgeladene Dateien. So sah meine alte Seite aus.

Aus eigener Erfahrung

Deshalb achte ich bei jeder Seite auf wenige, gepflegte Erweiterungen. Meine eigene Seite habe ich komplett von Hand neu gebaut, ohne Seitenbaukasten.

Wann sich ein Relaunch lohnt

Häufige Fragen

Was oft gefragt wird

Kann ich meine Wix Seite zu WordPress umziehen?
Die Inhalte lassen sich nicht automatisch mitnehmen, das ist bei allen Baukästen so gewollt. Texte und Bilder übernehmen wir von Hand, das ist überschaubar. Wichtig ist, dass die alten Adressen sauber weitergeleitet werden, damit du bei Google nichts verlierst.
Ist WordPress nicht unsicher?
WordPress ist so sicher wie seine Pflege. Gekapert werden fast immer Seiten, bei denen 2 Jahre lang kein Update gemacht wurde, oder die 25 Erweiterungen aus unklaren Quellen mitschleppen. Wenige Plugins und regelmäßige Updates lösen das Problem.
Muss ich mich dann um Updates kümmern?
Entweder du machst sie selbst, dafür bekommst du eine Anleitung, oder ich übernehme sie gegen einen festen Betrag im Jahr. Beim Baukasten macht es der Anbieter, dafür zahlst du eben monatlich weiter.
Brauche ich technisches Wissen?
Zum Pflegen nicht. Texte und Bilder änderst du wie in einem Textprogramm. Zum Bauen schon, deshalb baut es jemand für dich.
Was ist mit Shopify für einen Shop?
Bei einem reinen Onlineshop mit vielen Artikeln ist Shopify eine ernstzunehmende Wahl, dafür ist es gebaut. Für einen Betrieb, der Dienstleistungen verkauft und nebenbei 5 Produkte anbietet, ist es zu viel Werkzeug für zu wenig Aufgabe.

Unsicher, was zu dir passt?

Schreib mir, was du vorhast. Wenn ein Baukasten reicht, sage ich dir das auch.

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