Der Betrieb ist angemeldet, die Visitenkarten sind gedruckt, und dann fragt ein Kunde: Wie lautet eigentlich eure Internetadresse? Wenn du erst eine lange Adresse mit Bindestrichen und Zahlen buchstabieren musst, merkst du, wie wichtig der Name der Domain ist.
Die Domain ist die Adresse deiner Website und meist auch das Ende deiner E-Mail Adressen. Du wählst sie einmal und lebst viele Jahre damit. Deshalb lohnt sich eine halbe Stunde Überlegung, bevor du etwas registrierst.
Kurz gesagt: Nimm einen kurzen, gut sprechbaren Namen mit der Endung .de, am besten ohne Bindestriche und Zahlen. Und lass die Domain auf dich oder deinen Betrieb eintragen, nicht auf einen Dienstleister.
Kurz und sprechbar schlägt clever
Eine Domain muss sich am Telefon diktieren lassen. Mach den Test: Sag die Adresse einer Person laut vor und lass sie mitschreiben. Muss sie nachfragen, ist die Adresse zu kompliziert. Umlaute, doppelte Buchstaben und ungewöhnliche Schreibweisen sind die typischen Stolperstellen.
Der Firmenname ist meist die beste Wahl
Wer dich kennt oder deine Visitenkarte in der Hand hält, tippt als Erstes deinen Firmennamen ein. Eine Domain, die dem Namen deines Betriebs entspricht, wird deshalb am ehesten richtig erraten. Eine Mischung aus Branche und Ort wie maler münchen klingt zwar nach Suchbegriff, ist aber austauschbar und lässt sich leicht mit anderen Betrieben verwechseln.
Ob ein Ortsname in die Domain gehört, ist Geschmackssache. Er hilft, wenn du klar regional arbeitest. Er stört, wenn du später umziehst oder weitere Standorte bekommst.
Welche Endung passt?
Für Betriebe in Deutschland ist .de die vertraute Wahl. Es gibt sehr viele andere Endungen, aber Kunden tippen aus Gewohnheit .de. Ist die Wunschadresse mit .de vergeben, such lieber einen anderen Namen, statt auf eine ungewöhnliche Endung auszuweichen.
Was du vor der Registrierung prüfen solltest
- Schreibweise: Wie würden Kunden deinen Namen schreiben? Gibt es mehrere Varianten, prüfe, ob du die häufigste bekommst.
- Verwechslungsgefahr: Gibt es in deiner Branche und Region eine sehr ähnliche Adresse? Dann landen Anfragen schnell beim falschen Betrieb.
- Bindestriche und Zahlen: Beim Diktieren werden sie vergessen. Besser ein kurzer Name ohne Sonderzeichen.
- Namensrechte: Ob ein Name bereits geschützt ist, kann ich dir hier nicht beantworten. Wenn du unsicher bist, lass das vorher fachlich prüfen.
- E-Mail Adressen: Überleg, wie deine Adresse später aussieht, zum Beispiel info@deinname.de. Sie sollte sich genauso gut diktieren lassen.
Wem gehört die Domain?
Das ist der Punkt, der am häufigsten schiefgeht. Die Domain sollte auf dich oder deinen Betrieb als Inhaber eingetragen sein, mit einer E-Mail Adresse, die du selbst liest. Hat ein Bekannter oder eine Agentur sie auf den eigenen Namen registriert, hängst du später von dieser Person ab, etwa bei einem Anbieterwechsel.
Frag deshalb 3 Dinge nach: Wer ist der Inhaber, wo wird die Domain verwaltet, und was kostet sie im Jahr? Domains werden in der Regel jährlich abgerechnet. Notiere dir das Ablaufdatum und schalte, wenn möglich, die automatische Verlängerung ein. Eine abgelaufene Domain bedeutet im schlimmsten Fall: Website und E-Mails sind plötzlich weg.
Du hast schon eine Domain?
Dann wechsle sie nicht leichtfertig. Bei einem neuen Namen müssen alle alten Adressen sauber auf die neuen weitergeleitet werden, sonst verlierst du Besucher und Platzierungen bei Google. Wie das geordnet abläuft, steht auf der Seite zum Website Relaunch.
Fazit
Die beste Domain ist unspektakulär: kurz, gut zu diktieren, mit .de und auf deinen Namen eingetragen. Wenn du eine neue Website planst, klärst du die Domain am besten gleich am Anfang mit. Wie das Ganze abläuft, erfährst du unter Website erstellen lassen in München. Bei Fragen schreib mir einfach über die Kontaktseite.



