Ratgeber

Lokal gefunden werden: So findet dich Google im eigenen Viertel

Wer in Schwabing einen Maler sucht, will keinen aus Augsburg. Wie Google lokale Ergebnisse auswählt und was du selbst beeinflussen kannst.

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Von Maximilian Schinck, Webdesigner in München ·

Wer „Maler Schwabing“ oder „Elektriker in der Nähe“ sucht, sieht zuerst eine Karte mit 3 Betrieben und erst darunter die normalen Suchergebnisse. Für einen lokalen Betrieb ist das der wertvollste Platz bei Google. Wer dort steht, bekommt die Anrufe.

Kurz gesagt: Google wählt lokale Ergebnisse nach Relevanz, Entfernung und Bekanntheit aus. Die Entfernung kannst du nicht ändern, Relevanz und Bekanntheit sehr wohl: mit einem vollständigen Profil, einer klaren Website, Bewertungen und Erwähnungen aus deiner Region.

Wie Google lokal entscheidet

Google nennt selbst 3 Faktoren. Relevanz heißt: Passt dein Betrieb zu dem, was gesucht wurde? Entfernung heißt: Wie weit ist dein Standort vom Suchenden oder vom gesuchten Ort entfernt? Bekanntheit heißt: Wie bekannt ist dein Betrieb, online wie offline? Dazu zählen Bewertungen, Links und Erwähnungen auf anderen Seiten.

Die 6 Hebel, die du selbst in der Hand hast

1. Ein vollständiges Google Unternehmensprofil

Die passende Hauptkategorie gilt als einer der wichtigsten Punkte überhaupt, dazu kommen Leistungen, Öffnungszeiten, Einzugsgebiet und echte Fotos. Wie du dabei vorgehst, steht ausführlich im Ratgeber zum Google Unternehmensprofil.

2. Eine eigene Seite für jede Leistung

Eine Startseite, auf der alles in 3 Sätzen steht, kann nicht für 10 Leistungen gleichzeitig relevant sein. Je 1 eigene Unterseite für Fliesen, für Badsanierung und für Reparaturen gibt Google klare Signale und dem Kunden genau die Antwort, die er sucht.

3. Ort und Einsatzgebiet klar nennen

Schreib auf deiner Website, wo du arbeitest, und zwar so, wie ein Mensch es sagen würde: „Wir arbeiten im Münchner Norden, vor allem in Schwabing, Milbertshofen und Freimann.“ Lange Listen mit 40 Stadtteilen im Kleingedruckten helfen dagegen niemandem und wirken eher wie ein Trick.

4. Gleiche Daten überall

Name, Adresse und Telefonnummer sollten auf deiner Website, im Google Profil und in Branchenbüchern genau gleich geschrieben sein. Widersprüchliche Angaben, etwa eine alte Adresse in einem Verzeichnis, machen es Google schwerer, die Einträge deinem Betrieb zuzuordnen.

5. Regelmäßig neue Bewertungen

Nicht nur die Zahl zählt, sondern auch, dass immer wieder neue dazukommen. Wie du Kunden am besten fragst, steht im Artikel Google Bewertungen bekommen.

6. Erwähnungen aus deiner Region

Ein Link von der Innung, der Handwerkskammer, einem Verein, den du unterstützt, oder einem Partnerbetrieb zeigt Google, dass du in deiner Region verwurzelt bist. Solche Links entstehen nicht über Nacht, oft reicht aber eine freundliche Nachricht an Leute, mit denen du ohnehin zusammenarbeitest.

Was du lassen solltest

  • Scheinadressen: Ein Briefkasten oder ein virtuelles Büro als Standort widerspricht den Richtlinien von Google und kann zur Sperre des Profils führen.
  • Suchbegriffe im Firmennamen: „Müller Maler Günstig München“ statt des echten Namens ist ebenfalls nicht erlaubt.
  • Kopierte Stadtteilseiten: 20 fast gleiche Seiten, bei denen nur der Ortsname getauscht ist, bringen selten etwas und können der ganzen Website schaden.

Fazit

Lokal gefunden zu werden ist keine Zauberei, sondern das Ergebnis vieler kleiner, ehrlicher Signale. Wenn du wissen willst, wo deine Website heute steht, mach den kostenlosen Website Check. Wie ich lokale Suchmaschinenoptimierung für Betriebe angehe, steht unter SEO München.

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