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Website Relaunch: 10 Punkte, damit bei Google nichts verloren geht

Ein Relaunch kann Sichtbarkeit kosten, wenn alte Adressen ins Leere laufen. Diese 10 Punkte prüfe ich vor und nach jedem Start.

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Von Maximilian Schinck, Webdesigner in München ·

Eine neue Website soll mehr Anfragen bringen. Trotzdem passiert nach einem Relaunch oft das Gegenteil: Die Seite sieht besser aus, aber bei Google rutscht sie nach unten, und das Telefon bleibt ruhig. Der Grund ist fast nie das Design. Meistens wurden beim Umzug Adressen, Inhalte oder Einstellungen vergessen, die Google über Jahre gelernt hatte.

Kurz gesagt: Jede alte Adresse braucht ein Ziel auf der neuen Seite, gute Inhalte ziehen mit um, und nach dem Start schaust du 4 Wochen lang genau hin. Dann ist ein Relaunch kein Risiko, sondern eine Chance.

Vor dem Start

1. Alle alten Adressen sammeln

Bevor irgendetwas neu gebaut wird, brauche ich eine Liste aller Adressen der alten Seite. Quellen dafür sind die Sitemap, die Google Search Console und ein Programm, das die Seite einmal komplett abläuft. Besonders wichtig sind Unterseiten, die heute schon Besucher bringen, auch wenn sie dir selbst unwichtig vorkommen.

2. Für jede alte Adresse ein Ziel festlegen

Aus der Liste wird eine Tabelle: links die alte Adresse, rechts die passende neue. Aus /leistungen/fliesen.html wird zum Beispiel /fliesenleger-muenchen/. Gibt es keine passende neue Seite, zeigt die Weiterleitung auf die thematisch nächste Seite und nicht pauschal auf die Startseite.

3. Inhalte, die gefunden werden, nicht wegwerfen

Eine Unterseite, die bei Google gut steht, hat das meist ihrem Text zu verdanken. Wer sie beim Relaunch auf 3 Sätze kürzt, verliert genau das, wofür Google sie mochte. Gute Texte überarbeite ich lieber, als sie komplett neu zu schreiben.

4. Die Testversion vor Google verstecken

Während der Bauphase liegt die neue Seite auf einer Testadresse. Die muss für Suchmaschinen gesperrt sein, sonst findet Google 2 Versionen derselben Inhalte. Genauso wichtig ist das Gegenteil: Die Sperre muss beim Start wieder raus. Ein vergessenes „noindex“ gehört zu den häufigsten Fehlern nach einem Relaunch.

5. Seitentitel und Beschreibungen übertragen

Der Seitentitel ist die blaue Überschrift in den Suchergebnissen. Bei Seiten, die gut laufen, übernehme ich ihn zunächst fast unverändert. Optimieren kann man später, wenn man sieht, wie die neue Seite ankommt.

Am Tag des Starts

6. Weiterleitungen aktiv schalten und testen

Jede alte Adresse aus der Tabelle wird mit einer dauerhaften Weiterleitung, dem Statuscode 301, auf ihr Ziel geschickt. Danach rufe ich die alten Adressen stichprobenartig auf. Kommt eine Fehlerseite statt der neuen Seite, stimmt etwas nicht.

7. Sitemap einreichen

Die neue Sitemap wird in der Google Search Console eingereicht. Damit weiß Google sofort, welche Seiten es jetzt gibt, und muss sie nicht erst selbst zusammensuchen.

8. Formular, Telefon und Messung prüfen

Klingt banal, wird aber oft übersehen: Ich schicke über jedes Formular eine echte Testanfrage und tippe auf dem Handy jede Telefonnummer und jeden WhatsApp Knopf an. Eine schöne Seite, deren Formular ins Leere läuft, ist teurer als die alte.

In den Wochen danach

9. Fehlerseiten in der Search Console beobachten

In den ersten 4 Wochen schaue ich regelmäßig in die Search Console. Dort tauchen Adressen auf, die ins Leere laufen, oft alte Links von anderen Websites, an die niemand gedacht hat. Jede davon bekommt nachträglich eine Weiterleitung.

10. Google Unternehmensprofil und Verzeichnisse anpassen

Wenn sich Adressen geändert haben, zeigen dein Google Unternehmensprofil, Branchenbücher und Social Media Profile womöglich noch auf alte Unterseiten. Die Weiterleitung fängt das auf, sauberer ist es aber, die Links direkt zu korrigieren.

Wie viel Schwankung ist normal?

Ein paar Tage Unruhe in den Suchergebnissen sind nach einem Relaunch normal, Google muss die neue Struktur erst verarbeiten. Bricht die Sichtbarkeit aber über Wochen deutlich ein, steckt fast immer einer dieser 10 Punkte dahinter. Die gute Nachricht: Fast alles davon lässt sich auch nachträglich reparieren, je früher, desto besser.

Fazit

Ein Relaunch ist vor allem Sorgfaltsarbeit. Wer seine alten Adressen kennt, gute Inhalte mitnimmt und nach dem Start genau hinschaut, verliert nichts und gewinnt meistens dazu. Wie ich dabei vorgehe, steht auf der Seite zum Website Relaunch. Wenn du vorher wissen willst, wo deine aktuelle Seite steht, mach den kostenlosen Website Check.

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