Der Kunde ruft an, und du hast gerade einen Auftrag fertig. Das Ergebnis sieht großartig aus, aber ein Foto davon gibt es nicht. Oder es gibt eins, aufgenommen im Gegenlicht, schief und mit dem Eimer im Vordergrund. So gehen viele Aufträge ohne brauchbares Bild an der Website vorbei.
Gute Nachricht: Für eine Firmenwebsite brauchst du nicht zwingend einen Fotografen. Die Kamera deines Handys reicht für vieles, wenn du ein paar Grundregeln beachtest.
Kurz gesagt: Eigene Fotos von echten Aufträgen, vom Team und von Fahrzeugen wirken glaubwürdiger als Archivbilder. Achte auf Tageslicht, saubere Linse, ruhigen Hintergrund und gerade Linien. Und frag vorher, wenn Menschen oder Kundenobjekte zu sehen sind.
Warum eigene Fotos so viel ausmachen
Kunden wollen wissen, wer zu ihnen kommt und wie du arbeitest. Ein Foto aus dem Bildarchiv kann das nicht zeigen, und viele erkennen die typischen Archivmotive sofort. Echte Bilder zeigen dagegen: Hier arbeitet jemand, den es wirklich gibt.
7 Tipps für bessere Handyfotos
1. Sauberes Licht nutzen
Tageslicht ist dein bester Freund. Fotografiere nach Möglichkeit draußen oder am Fenster und so, dass die Sonne hinter dir oder seitlich steht. Gegenlicht macht dein Motiv dunkel. Der Blitz wirkt im Innenraum oft hart, ein Fenster in der Nähe hilft mehr.
2. Die Linse reinigen
Klingt banal, ist aber der häufigste Grund für milchige Bilder: Fingerabdrücke auf der Linse. Ein kurzer Wisch mit einem weichen Tuch vor dem Foto genügt.
3. Aufräumen, bevor du auslöst
Schau dir den Hintergrund an. Ein Kabel, ein Mülleimer oder fremde Werkzeuge lenken ab. 1 Minute Aufräumen verbessert ein Foto stärker als jede Bearbeitung.
4. Gerade halten und Abstand nehmen
Schiefe Linien fallen bei Fassaden, Böden und Fliesen sofort auf. Die meisten Handys können ein Raster einblenden, das dir hilft. Geh lieber 1 Schritt zurück, statt digital zu zoomen, denn das kostet Schärfe.
5. Vorher und nachher zeigen
Gerade im Handwerk überzeugt der Vergleich. Fotografiere vor Arbeitsbeginn und danach vom gleichen Standort aus und im gleichen Winkel. So sieht jeder, was du geleistet hast.
6. Querformat wählen
Auf einer Website werden die meisten Bilder im Querformat gezeigt, Hochformat wird oft beschnitten. Fotografiere im Zweifel quer und mach lieber 3 Aufnahmen mehr als zu wenig.
7. Menschen und Kundenobjekte: erst fragen
Sobald Personen erkennbar sind oder das Haus, die Praxis oder das Fahrzeug eines Kunden zu sehen ist, solltest du vorher um Erlaubnis fragen. Am besten hältst du die Zustimmung kurz schriftlich fest. Das ist keine Rechtsberatung, sondern ein höflicher und sicherer Weg. Bei Unsicherheit lass dich fachlich beraten.
Wann sich ein Fotograf trotzdem lohnt
Für wenige, wichtige Bilder kann ein Fotograf sinnvoll sein: das Teamfoto, ein Porträt von dir als Inhaber oder der Betrieb von außen. Diese Bilder stehen oft ganz oben auf der Startseite und bleiben lange im Einsatz. Alles andere, etwa Arbeitsschritte und fertige Aufträge, schaffst du gut selbst.
Ordnung hält die Bilder nutzbar
Lege dir einen Ordner pro Auftrag oder Monat an und benenne die besten Fotos sofort. Wer nach einem halben Jahr 800 Bilder ohne Namen durchsucht, gibt auf. Sichere die Fotos außerdem zusätzlich außerhalb des Handys, etwa auf dem Rechner.
Fazit
Eigene Fotos müssen nicht perfekt sein, aber ehrlich, hell und aufgeräumt. Sammle sie laufend, dann hast du beim nächsten Relaunch oder beim Ausbau deiner Seite sofort Material. Wie Bilder auf einer Handwerker Website eingesetzt werden, zeigt die Seite Website für Handwerker. Einen Eindruck bekommst du bei den Arbeiten, und bei Fragen meldest du dich über die Kontaktseite.



